Triple P - Positives Erziehungsprogramm

Infos über Triple P

  Email: Ekkehard Dieterle Telefon: 040/ 491 55 06 Adresse: Goebenstr.37, 20253 Hamburg
 

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Das heißt Triple P übersetzt

Triple P, also Dreifach-P, steht abgekürzt für Positive Parenting Program. Übersetzt heißt das: Positives Erziehungsprogramm. Egal, wie es genannt wird, es stecken immer der identische wissenschaftliche Ansatz sowie die weitgehend strukturierte Vermittlung und praktische Umsetzung im  Elternalltag dahinter.

Der wissenschaftliche Ursprung von Triple P

Professor Matthew Sanders hat in zwölfjähriger Forschung an der Universität von Queensland, Australien, die Idee von Triple P entwickelt. Durch enge Zusammenarbeit mit Familien sind am dortigen Parenting-and-Family-Support-Centre unter seiner Leitung sehr praxisnahe Erziehungshilfen entstanden, die den Umgang mit häufigen kindlichen Verhaltensproblemen erleichtern. Dazu gehören Ungehorsam, Wutanfälle, Aggressionen, Probleme beim Schlafen oder Essen und andere Schwierigkeiten, die Eltern täglich erleben. Dabei hat sich gezeigt, daß Eltern, die ein gutes Verhältnis zu ihren Kindern haben, konsistentes Erziehungsverhalten zeigen und klare Grenzen setzen, erheblich seltener Probleme mit ihren Kindern haben als Eltern mit eher ungünstigem Erziehungsverhalten. Für seine Forschung im Bereich Verhaltensauffälligkeiten im Kindesalter und Interaktion in der Familie hat Professor Sanders in den letzten 20 Jahren internationale Anerkennung erlangt. Das Triple P Programm wird derzeit in Deutschland eingeführt. Prof. Dr. Kurt Hahlweg, TU Braunschweig, Institut für Psychologie, Abteilung für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Diagnostik, forscht und arbeitet in Deutschland im Thema Triple P. Er und sein Team haben die Materialien übersetzt und an deutsche Verhältnisse angepasst.

Das ist Triple P ganz konkret

Triple P ist ein hauptsächlich präventives Programm zur Unterstützung von Familien und Eltern bei der Kindererziehung und setzt an, bevor "das Kind in den Brunnen gefallen ist" und die Nerven blank liegen.

Es besteht aus gestuften Interventionen auf fünf Ebenen, die von ausschließlicher Information und Selbstanleitungsprogrammen über Gruppentrainings für Eltern bis zu intensiver Familientherapie reichen können. Ziel des Positiven Erziehungsprogramms ist es, Eltern Anregungen zu geben, die ihnen helfen können, eine gute Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen und es bei seiner Entwicklung zu unterstützen. Der Ansatz stützt sich auf den augenblicklichen klinisch-psychologischen Wissensstand, ist international anerkannt und wurde bereits von vielen Eltern als hilfreich empfunden. Lizenisierte Triple-P-Trainer vermitteln in Seminaren konkretes Wissen, arbeiten an und mit dem Erziehungsalltag der Teilnehmer.

Wichtigster Grundsatz von Triple P: Es werden klare Familienregeln aufgestellt, deren Einhaltung die Eltern einfordern müssen. Triple P basiert auf einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Lob und Strenge und lässt sich am besten als autoritativer Erziehungsstil beschreiben, also eine Kombination aus permissiv und autoritär. Viele Elterneigenschaften charakterisieren diesen Stil: Warmherzigkeit, Interesse, eine sichere Vorstellung vom jeweiligen Entwicklungsstand des Kindes oder auch beispielsweise das sogenannte monitoring. Monitoring bedeutet, dass Eltern Bescheid wissen, wo das Kind ohne seine Eltern hingeht, wie seine Freunde heißen, wo es nach der Schule spielt.   

Triple P Seminare waren bisher für Eltern von Kindern im Alter von 2-12 Jahren konzipiert. Doch Professor Sanders und sein Team haben Triple P auch für Eltern mit Teenagern weiterentwickelt.

Die Erziehungsprinzipien von Triple P

Sorgen Sie für eine sichere und interessante Umgebung.
Schaffen Sie eine positive und anregende Lernatmosphäre.
Verhalten Sie sich konsequent.
Erwarten Sie nicht zuviel.
Beachten Sie Ihre eigenen Bedürfnisse.

Triple P in der Presse

Zitiert aus: GEO, Heft 4/02, Die hohe Kunst des Helfens

... "Positive Parenting Program" - seine Wirksamkeit ist belegt
Elternschulungen wie diese beruhen überwiegend auf einem verhaltenstherapeutischen Ansatz. Sie suchen nicht - wie die so genannten kognitiven Therapien - die Persönlichkeit der Eltern und Kinder zu ergründen, und sie unternehmen auch keine langwierigen Gesprächstherapien. Sie gehen davon aus, dass Eltern sich meist ungewollt falsches Verhalten angewöhnt haben: einen ineffektiven Umgang mit ihren Kindern, den es zu korrigieren gilt. Der große Vorteil dieses Ansatzes: Es ist belegt, dass er wirksam ist. Eltern können ihr Verhalten ändern, die Kinder können davon profitieren. Bei kaum einer anderen Therapieform wurde ein Erfolg so deutlich nachgewiesen. ...

Der Stern hat eine ganze Serie dem "Abenteuer Erziehung" gewidmet. Die erste Folge erschien am 28.8.2003 und widmete sich ausführlich Triple P. Hier geht's zum Artikel.

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